available languages Mit dem Begriff "universal" sollte man sparsam umgehen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass ein hiesiges  "Universalnetzteil" auch ein Elektrogerät auf Giroma-Beta 4 zum laufen bringen wird. Terrestrisch wird der Begriff  "universal" meist zu niederen Werbezwecken, gelegentlich auch zur Benennung von Medienkonzernen genutzt. Mit dem  Slogan "Music, Universal Language" sprechen mittelmäßige Werbetexter ohne es zu ahnen eine im Kern richtige,  universelle Wahrheit aus. Musik ist tatsächlich die beliebteste und einzige gemeinsame Kulturform im Universum. Es gibt  kaum höher entwickelte Zivilisationen, die nicht Freude an bewusst erzeugten Tonhöhen und fetten Beats hat. Wie kann  es also sein, daß ein Lichtwesen auf Soluce bei Hammers Beats genauso abgeht wie Mudst, das kollektive Erdwesen auf  Zkweesh-23? Es ist die allen intelligenten Lebensformen des Universums gemeinsame Sehnsucht, Zeit zu verstehen, zu  unterteilen und zu formen. Die gesamte Musik des Universums ist Zeit - nicht nur der Rhythmische teil. Auch Töne und  Harmonien sind nichts anderes als fein gestaffelte Zeiteinteilungen, Frequenzen die bewusst auf  eine bestimmte Anzahl von Schwingungen in einem gewissen Zeitabschnitt gebracht werden. Alles  im Universum besteht in kleinster Einheit aus dem selben Grundstoff, schwingt in Variationen mit der selben Frequenz. Ob  Dein rechter Fuß vornehmlich aus Kohlenstoff oder Deine kilometerlangen Braintakel aus Licht im mittlerem Spektrum  bestehen, ist universell gesehen egal. Deshalb gibt es, basierend auf diesem unbewussten Spüren unserer molekularen  Schwingung, unabhängig von der physischen Verschiedenartigkeit der Lebewesen im Universum eine einzige emotionale  Gemeinsamkeit: Musik. Beliebter noch als die "Liebe", selbige ist sowieso im Ranking der beliebtesten universellen  Emotionen weit nach hinten gefallen, nachdem sich schon seit geraumer Zeit die Emotion "VISTECO (very intense  spontaneous temporary commitment)" durchgesetzt hat.  Ein Besuch des Clubs im benachbarten Sternensystem würde  bei Menschen trotzdem keine Tanzlaune aufkommen lassen,  denn Klang und Frequenzspektrum des dargebotenen Sounds  richtet sich natürlich immer nach den biologischen Eigenheiten  der jeweiligen Rasse. So gibt es Wesen, deren Bässe liegen  im Bereich von Wellenlängen in Lichtjahren, andere Wesen  wollen Hihats im Bereich von Gammastrahlung hören. Eine  Unzahl von Rassen kann Licht und molekulare Bewegung  "hören", die pumpenden Bässe des Sommerhits auf dem  Planeten SSWII z. B. spielen sich kurz vor dem infraroten  Bereich ab, wir Menschen könnten den Beat nicht hören, dafür  aber sehen. Die hochfrequenten Anteile (Shaker, Zischlaute  des Sängers) dieses selbst für galaktische Verhältnisse  außergewöhnlich höhenlastigen Mixes wären für uns sofort  tödlich, denn diese Frequenzen liegen bereits im Bereich  harter Röntgenstrahlung.  Von uns würde also in einem Club  auf SSWII nach ein paar Takten der Band nicht mal mehr ein  Häufchen Matsch übrigbleiben. Ein Mix der wirklich mal fetzt.  -- copyright by NOGGFISH 2012   --  contact --  impressum  --
Share |